22.08.2019
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Landkreis Nürnberger Land

07/04/19

Das Nürnberger Land gegen Leukämie: Suche nach Lebensrettern geht weiter

NÜRNBERGER LAND (LRA) – Am 22. Mai war ganz Bayern aufgerufen, sich im Kampf gegen Blutkrebs zu engagieren. Die Stiftung „Aktion Knochenmarkspende Bayern“ (AKB) organisierte eine große Typisierungsaktion, um potentielle Knochenmarkspender zu registrieren. Auch das Staatliche Gesundheitsamt am Landratsamt Nürnberger Land beteiligte sich.

 

Die Suche nach Knochenmarkspendern geht weiter, denn alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Und immer noch jeder siebente Patient wartet auf seinen Lebensretter. Vom 23. Juli bis zum 2. August können interessierte Bürger erneut im Gesundheitsamt nach telefonischer Voranmeldung unter 09123/950-6568 Typisierungssets mit Wattestäbchen für einen Wangenabstrich und Röhrchen zur Blutentnahme abholen. Die potentiellen Spender müssen zwischen 17 und 45 Jahre alt sein, sich in einer guten körperlichen Verfassung befinden und an keinen schwerwiegenden Vorerkrankungen leiden. Beim Wangenabstrich können die Mitarbeiter Hilfestellung geben, ebenso ist eine Blutentnahme möglich.

 

Auch wenn sich der Irrglaube hartnäckig hält, hat das Rückenmark mit einer Stammzellenspende rein gar nichts zu tun. Bei achtzig Prozent aller Stammzellenspenden werden die notwendigen Blutstammzellen durch die Armvene aus dem Blutkreislauf nach vorheriger Verabreichung eines Wachstumsfaktors für weiße Blutkörperchen „herausfiltriert“. Das Verfahren kann vom Ablauf her mit einer Blutspende verglichen werden. In zwanzig Prozent aller Fälle entnehmen die Mediziner Knochenmark aus dem Beckenkamm.

Kundinnen und Mitarbeiterinnen des Landratsamtes lassen sich von Julia Graf (2. v. r.) und Kathrin Hauenstein (1. v. r.) vom Gesundheitsamt über die Typisierung für die AKB-Knochenmarkspendedatei informieren; (Foto: Andrea Gramlich)