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07/05/19

Landkreis fördert Radverkehr mit Augenmerk auf Pendlern

Durch ein besser ausgebautes Radwegenetz soll das Rad vor allem für Pendler zu einer echten Alternative zum Auto werden. Foto: privat

NÜRNBERGER LAND (lra) – Der Landkreis Nürnberger Land möchte die Bedingungen für Radelbegeisterte verbessern: Besonders für Alltagsfahrten soll das Rad durch ein besseres Wegenetz zur Alternative zum Auto werden. Im Ausschuss für Kreisentwicklung stand deshalb das Radverkehrskonzept auf der Tagesordnung. Vertreter der Fachbüros, die das Konzept entwickelt haben, stellten ihre Handlungsempfehlungen vor.

 

Faszinosum Fahrrad: Wer sich mit der eigenen Körperkraft statt mit fossilen Brennstoffen fortbewegt, schont das Klima und tut seiner eigenen Gesundheit viel Gutes. Besonders die täglichen Fahrten zur Arbeit, zur Schule oder für Besorgungen schlagen zu Buche: Die Nutzung des Autos resultiert in hohem Spritverbrauch und Rushhours, die Nutzung des Rads bedeutet tägliche Cardio-Einheiten an der frischen Luft. Allerdings – egal, ob traditioneller Drahtesel oder Pedelec – damit die Fortbewegung auf zwei Reifen wirklich attraktiv und eine tatsächliche Alternative zum Auto wird, sind gut ausgebaute und ausgedehnte Radwege Voraussetzung. Die wollen Landrat und Kreistag schaffen: Der Landkreis hat die Fachbüros „i.n.s. – Institut für innovative Städte“ und „VAR+“ mit der Erstellung eines umfassenden Radverkehrskonzeptes beauftragt und in öffentlichen Veranstaltungen in Lauf, Schwarzenbruck, Vorra und Hersbruck sowie in einer Online-Befragung die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger gesammelt. Das Ergebnis aus der fachlichen Expertise sowie der Ortskenntnis und dem Feedback der Bevölkerung war ein umfassender Bedarfsplan, wo das Radwegenetz durch Aus-, Um- oder Neubauten noch verbessert werden sollte. Für jede Radverbindung wurde eine Kostenschätzung erstellt. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung stellten Vertreter der beiden Fachbüros das Konzept vor. Sobald der schriftliche Abschlussbericht vorliegt, wird er zur Beratung in die Fraktionen verwiesen. Gleichzeitig wird dann den kreisangehörigen Kommunen sowie dem Staatlichen Bauamt Gelegenheit zur Äußerung gegeben. Nach Beendigung dieser Abstimmungsprozesse wird eine abschließende Beratung im Ausschuss für Kreisentwicklung sowie die Verabschiedung des Konzepts im Kreistag Ende 2019 angestrebt. 2020 können die Akteure – Landkreis, kreisangehörige Gemeinden und Staatliches Bauamt Nürnberg – in die Startlöcher gehen.

 

Landrat Armin Kroder möchte für den Ausbau motivieren: „Unser Landkreis ist Ökomodellregion und Gesundheitsregion, wir setzen uns für Umweltfreundlichkeit und die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger ein. Das Rad vereint beide Aspekte und wir wollen, dass es zu einer echten Alternative zum Auto wird.“

 

gedruckt am  08.12.2019
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