06.12.2019
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Landkreis Nürnberger Land

Klimaschutz sponsored by Chef: Das Dienstfahrrad

Kein Stau, Spritverbrauch oder Parkplatzproblem: Viele fahren gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit und absolvieren auf diese Art ihr tägliches Sportprogramm ganz nebenbei.

Seit Ende 2012 lohnt sich das Ganze sogar steuerlich, sowohl für Firmen als auch für Angestellte. Die Idee ist bestechend: Es entsteht ein Steuervorteil ganz ähnlich wie bei Dienstwagen - nur noch attraktiver.

 

Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

Wie funktioniert das Steuermodell?

Der Arbeitgeber schafft das Rad an - meistens im Leasing inklusive eines Wartungsvertrages und Vollkaskoversicherung. Er überlässt es dem Angestellten, der das Rad auch privat nutzen darf.

Seit 2019 gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten der steuerlichen Anrechnung: Zahlt der Arbeitnehmer von seinem regulären Gehalt mittels Gehaltsumwandlung die ganze oder Teile der Leasingrate, so wird dieser Anteil bei der Berechnung der Steuer und der Sozialversicherung nicht berücksichtigt. Es gilt hierbei aber die private Nutzung als sogenannter geldwerter Vorteil und muss mit 0,5% des Listenpreises im Monat versteuert werden. Kostet das Rad z. B. 2000 Euro, wird dem Angestellten jeden Monat vom Finanzamt zu seinem Einkommen 10 Euro hinzugerechnet. Erhält der Arbeitnehmer die Leasingraten für das Dienstrad komplett obendrauf als Gehaltsextra, so fällt auch diese 0,5%-Anrechnung bei der steuerlichen Betrachtung weg – dieser Gehaltsanteil ist also komplett steuerfrei. Die neue Regel stellt die Fahrer eines Dienstrads also besser als die eines Dienstwagens.

Fahrrad, E-Bike, S-Pedelecs - was kann ich als Dienstrad nutzen?

Klapprad, Mountainbike oder Rennrad, mit oder ohne E-Motor: Fast jedes Fahrrad mit Pedalantrieb kann als Dienstrad genutzt werden, es muss nur nach StVZO verkehrssicher ausgestattet sein. Bei Fahrrädern mit Elektro-Antrieb gibt es allerdings wichtige Unterschiede: Das S-Pedelec, eine besonders schnelle Form des E-Bikes, kommt auf 45 km/h und gilt deshalb nicht mehr als Fahrrad, sondern als "Kraftfahrzeug". Natürlich können Sie auch ein S-Pedelec dienstlich fahren, dann aber als "Dienstwagen" mit den entsprechenden steuerlichen Betrachtungen.

Vorteile für den Arbeitgeber

  • steuerlich subventioniertes Bonusprogramm für Ihre Mitarbeiter
  • Leasing ist steuerlich voll absetzbar / schont Bilanz
  • Kostenersparnis für Mitarbeiter und Arbeitgeber
  • Gesundheitsförderung der Mitarbeiter
  • verringerte Fehlzeiten und Krankheitskosten (bis zu 1.100 € / Mitarbeiter / p.a.)
  • Imagegewinn durch klare Positionierung zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit
  • schon bei einem Arbeitsweg von täglich 10 km lassen sich pro Mitarbeiter 1 Tonne CO2-Emissionen pro Jahr sparen
  • zusätzlicher Werbeeffekt durch Branding möglich
  • Parkraumkosten nur 10 % gegenüber PKW
  • Arbeitgeber spart zudem durch die Gehaltsumwandlung bei den Lohnnebenkosten

Vorteile für die Arbeitnehmer

  • beim Leasing 20 % bis 40 % Ersparnis gegenüber Direktkauf, da über die Gehaltsumwandlung die Mwst., Lohnsteuer und Sozialabgaben wegfallen
  • weniger Kosten als PKW oder ÖPNV (Strom kostet z.B. nur ca. 8 Cent / 100 km)
  • frische Luft & Bewegung
  • keine Parkplatzsuche
  • Fit durch gesundes Herzkreislauf-Training
  • Zeitersparnis: bis 9 km Strecke ist ein E-Bike schnellstes Verkehrsmittel im innerstädtischen Vergleich!
  • Dienstfahrrad kann auch uneingeschränkt privat genutzt werden