30.03.2020
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Landkreis Nürnberger Land

02/04/20

Großer Andrang an der Fachakademie für Sozialpädagogik

NÜRNBERGER LAND (LRA) – Parkplätze rund um die Fritz-Bauer-Straße in Altdorf waren Mangelware, denn die Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS) hatte zum jährlichen Tag der offenen Tür eingeladen – und viele Gäste kamen, sogar viel mehr als die letzten Jahre zuvor. Die einen informierten sich vor Ort bei Lehrern wie Studierenden über das umfangreiche Angebot bei der Erzieherausbildung. Die Anderen nutzen den Tag, um die Einrichtung kennen zu lernen, in denen Freunde und Verwandte ihre Ausbildung absolvieren.

 

Landrat Armin Kroder betonte bei der Begrüßung der Gäste, wie stolz er auf das ausgezeichnete Renommee der kreiseigenen FAKS sei, das sie aufgrund ihrer sehr hohen Qualität bei der Ausbildung genieße. „Arbeitslos wird man in diesem Beruf nie“ appellierte Kroder augenzwinkernd mit Blick auf den erhöhten Fachkräftebedarf im Bereich der Kinderbetreuung. Gemeinsam mit der Leiterin, Studiendirektorin Gabriele Reiser, und ihrem Stellvertreter Klaus-Jürgen Roß freute er sich über den enormen Andrang und das große Interesse. Zu den Gästen zählten auch Landtagsabgeordneter Norbert Dünkel, die weitere stellvertretende Landrätin Cornelia Trinkl, Winkelhaids Bürgermeister Michael Schmidt, die Kreisräte Adalbert Loschge, Horst Topp sowie Altdorfs Stadtrat Martin Tabor.

 

Studierende und Lehrerkollegium der FAKS hatten ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Die Besucher konnten sich sowohl bei Vorträgen, als auch im persönlichen Gespräch über die Ausbildung, Berufsbild und den Arbeitsalltag von Erzieherinnen und Erziehern informieren. Bei einer Schulhausführung lernten die Gäste die Lehr- und Lernräume, die Medienausstattung und die Ateliers kennen. Im gesamten Haus hatten die Studierenden Ausstellungsobjekte und Anschauungsmaterial zu aktuellen Projekten aus verschiedenen Fächern und Bildungsbereichen platziert, darunter selbst erstelle Bilderbücher. In der Praxisstellenbörse gaben unterschiedlichste soziale Einrichtungen aus der Region neben schulischen auch praxisorientierte Einblicke in das Berufsfeld. Individuelle Beratung erhielt man im Beratungscafe.

 

Dass die FAKS einen ausgezeichneten Ruf hat, sieht man an der aktuellen Schülerzahl von 247, der zweithöchsten seit Bestehen der Einrichtung. An ihr kann man sich zur staatlich geprüften Kinderpflegerin beziehungsweise zum Kinderpfleger und in der Folge zur staatlich anerkannten Erzieherin beziehungsweise Erzieher ausbilden lassen. Außerdem bietet die FAKS ihren Schützlingen die Möglichkeit, die fachgebundene Fachhochschulreife, die allgemeine Fachhochschulreife sowie die fachgebundene Hochschulreife zu erwerben. Studiendirektorin Gabriele Reiser machte darauf aufmerksam, dass sich die Einkommenssituation bei Kinderpflegern und Erziehern nach oben entwickelt hat, auch die Vergütung beim Erzieherpraktikum ist erhöht worden. Die von der Arbeitsgemeinschaft der Fachakademien geforderten Mindestlöhne von 450 beziehungsweise 500 Euro werden in vielen Fällen übertroffen. Mehr als 800 bis sogar 1.085 Euro ist den meisten Trägern eine Erzieherpraktikantin oder ein Erzieherpraktikant wert. Nur in wenigen Fällen ist die Vergütung noch nicht angepasst worden. Reiser, die jeden Vertrag persönlich genehmigen muss, spricht in diesen Fällen die Verantwortlichen persönlich an. Die meisten bessern nach und honorieren die anspruchsvollen Anforderungen des Erzieherpraktikums.

 

Nach dem umfangreichen Informations-Marathon am Tag der offenen Tür haben nun Interessenten bis zum 31. März Zeit ihre Bewerbungen abzugeben. Für das Schuljahr 2020/21 stehen in den beiden Anfangsklassen je 33 Plätze zur Verfügung.

Landrat Armin Kroder eröffnete traditionell den Tag der offenen Tür an der kreiseigenen Fachakademie für Sozialpädagogik in Altdorf; (Foto: Andrea Gramlich)