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Verkehrsübersicht

- Baustellen im Landkreis -


Neue StVO-Novelle in Kraft

Die Novelle der Straßenverkehrsordnung, mit Änderungen speziell auch für den Radverkehr, ist am 28.04.2020 in Kraft getreten!

 

Besonders wichtig für eine gesteigerte Sicherheit der Radfahrenden ist die aktuell sowieso in allen Köpfen verankerte Abstandsregel, hier bei Überholmanövern: Kraftfahrzeuge müssen beim Überholen eines Fahrrades nun einen definierten Sicherheitsabstand von innerorts mindestens 1,5 m und außerorts mindestens 2,0 m einhalten.

 

Zur Information über die neuen Regelungen im Detail empfehlen wir folgenden Link.

Weitere Neuigkeiten in Kurzfassung:

www.bmvi.de

Neue Verkehrsvorschriften für Radfahrer

Geänderte Ampel-Regelung für Fahrradfahrer

Ab 2017 gelten Fahrräder als Fahrzeuge und nicht mehr als Passanten. Wer als Radfahrer unterwegs ist, muss ab sofort auf die Autoampeln achten. Halten die Autos an einer roten Ampel, müssen dies jetzt auch die Radfahrer.

Bislang galten für Radler die Fußgängerampeln, wenn keine besonderen Lichtzeichen für Radfahrer vorhanden waren. Künftig gilt nach § 37 Abs. 2 Satz 6 StVO: „Wer ein Rad fährt, hat die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten“, also jene, die auch für Autofahrer gelten. Wer die neue Regelung missachtet, riskiert ein Bußgeld.

Diese Änderung trifft auch die Autofahrer - denn jetzt kann es sein, dass selbst wenn die Fußgängerampel rot zeigt, ein Radler über die Kreuzung fährt.

Achtung: Auf gekennzeichneten Radwegen gelten weiterhin die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr!

Radfahrende Kinder dürfen auf dem Gehweg von einer Aufsichtsperson auf dem Rad begleitet werden

Bisher galt: Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum zehnten vollendeten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Erwachsene dürfen das nicht. Das führte häufig zu Problemen - das Kind fährt auf dem Gehweg, der Erwachsene begleitet auf der Straße. Dadurch war die Kommunikation sowie der Sichtkontakt zum Kind (und damit die Aufsicht) erschwert.

Folgende Änderung des § 2 Abs. 5 StVO ist erfolgt: Eine (!) Aufsichtsperson darf ebenfalls mit dem Rad den Gehweg benutzen, wenn Kinder bis acht Jahren begleitet werden. Die Altersgrenzen für Kinder wurden nicht geändert. Die begleitende Aufsichtsperson muss über 16 Jahre alt sein. Auf Fußgänger müssen beide natürlich weiter besonders Rücksicht nehmen.

Nutzung von Radwegen durch E-Bikes

Pedelecs, die den Fahrer während des Tretens bis zu einem Tempo von 25 km/h unterstützen, dürfen schon immer auf allen Radwegen fahren.

Das neue Zusatzschild „E-Bikes frei“ gilt für Räder, die mit Hilfe des Elektroantriebs durch einen Drehgriff/Schaltknopf fahren und das auch ohne dabei in die Pedale zu treten (vergleichbar mit einem Elektromofa). Diese eher seltenen E-Bikes dürfen jetzt auf Radwegen innerorts fahren, wenn diese mit dem neuen Verkehrsschild gekennzeichnet sind. Außerorts dürfen E-Bikes generell den Radweg nutzen.

Achtung: Diese neue Regelung gilt NICHT für die schnellen Elektrofahrräder, die sog. S-Pedelecs, deren Motorunterstützung erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h abgeschaltet wird. Mit einem S-Pedelec darf auch nicht auf Radwegen gefahren werden, wenn sie für Mofas frei gegeben sind.

 

gedruckt am  12.07.2020
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