19.08.2019
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Landkreis Nürnberger Land

Aktuelle PFT-Werte des Birkensees

NÜRNBERGER LAND (lra) – Die PFT-Werte im Birkensee sind gestiegen – an zwei von vier Messstellen auf über 8 Mikrogramm pro Liter Seewasser. Die Werte sind aber nach wie vor so niedrig, dass auch deren Anstieg keine Notwendigkeit für ein Badeverbot erkennen lässt – so Fachleute des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in ihrer toxikologischen Einschätzung der Ergebnisse. Aus Vorsorgegründen rät das Landratsamt Nürnberger Land weiterhin dazu, vom Baden im Birkensee abzusehen.

 

Darüber hinaus wird die Stadt Röthenbach an den Hauptzugangswegen zum großen Birkensee dauerhaft Hinweistafeln anbringen lassen. Sie erwähnen die Gewässerbelastung mit perfluorierten Tensiden (PFT) bzw. perfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) und verweisen auf nähere Informationen zur gesundheitlichen Bewertung auf einer eigens eingerichteten Internetseite des Landratsamtes unter folgender Adresse: landkreis.nuernberger-land.de/index.php.

Auf dieser Seite finden sich jeweils aktuelle Werte sowie gesundheitsfachliche Empfehlungen zum Baden und Schwimmen im Birkensee.

Weitergehende Informationen zur Chemie, Toxikologie und Bewertung von PFT in Wasser und Lebensmitteln finden sich auf der Homepage des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) unter www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/kontaminanten/pfas/index.htm.

 

Das Landratsamt Nürnberger Land wird im Laufe der Badesaison weitere Messungen durchführen. Die Ergebnisse werden jeweils auf der oben genannten Internetseite des Landratsamts und – wie gewohnt – über die lokalen und regionalen Medien veröffentlicht.

 

Die aktuellen Ergebnisse stammen von Oberflächenwasserproben, die am 20. März genommen und vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) untersucht wurden. Das LGL rät in seiner Stellungnahme: „Da die im Wasser gemessenen Gehalte an PFOS gestiegen sind, sollte unter Vorsorgegesichtspunkten weiterhin die Aufnahme von PFOS nach Möglichkeit minimiert und deshalb die Empfehlung, im Birkensee nicht zu baden, aufrechterhalten werden.“

 

Fachleute gehen davon aus, dass witterungsbedingt Verwirbelungen im See entstanden sind, die eine Umschichtung des Birkenseewassers von unten nach oben zur Folge hatten. Wasser aus unteren Schichten, das stärker mit PFT belastet ist, wurde nach oben gespült, so dass an der Oberfläche bei der jüngsten Probenentnahme höhere Werte gemessen wurden als in den vergangenen Jahren. Die Ergebnisse sprechen für eine ungleichmäßige Durchmischung der Chemikalien im See.

 

Das Ergebnis im Vergleich zu den Vorjahren (Summe der PFT in Mikrogramm pro Liter Seewasser):

 

Birkensee Wasserwachthaus Nordufer Südufer Grillplatz
März 2018 8,95 7,20 3,69 8,55
März 2017 3,61 2,70 3,43 2,94
März 2016 4,03 3,56 4,18 7,15
August 2015 4,05 keine Probenentnahme keine Probenentnahme keine Probenentnahme