23.02.2019
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Landkreis Nürnberger Land

12/18/18

Teilhabe für alle

NÜRNBERGER LAND (lra) – Der Abschlussbericht zur Teilhabeplanung Nürnberger Land wurde Landrat Armin Kroder nach einer eineinhalbjährigen Projektphase auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für soziale Fragen von Angelika Feisthammel (Behindertenbeauftragte des Landkreises), Regina Fritsch (Offene Behindertenarbeit der Lebenshilfe) und Anja Gruhl (Koordinationsstelle Seniorenarbeit) als Vertreterinnen der Steuerungsgruppe Teilhabeplanung überreicht.

 

Der Teilhabebericht enthält eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen, die das Leben von Menschen mit Behinderungen erleichtern sollen. Die Maßnahmen betreffen dabei die Gebiete Wohnen, Mobilität/ Barrierefreiheit, Bildung, Arbeit/Berufstätigkeit sowie Freizeit/Kultur. So sollen beispielsweise im Bereich Mobilität/Barrierefreiheit bei baulichen Maßnahmen, wie Bushaltestellen, künftig nicht nur Fachplaner, sondern auch Menschen mit Behinderungen in die Planungsprozesse eingebunden werden. Im Bereich der Bildung wird unter anderem die Einführung einer spezifischen Jugendhilfeplanung gefordert. Die Ausweitung des Beratungsangebotes, zum Beispiel durch das Konzept „Betroffene beraten Betroffene“, wird für den Bereich Arbeit/Berufstätigkeit vorgeschlagen. Durch die Empfehlung zur Einrichtung eines Kompetenzteams zum Thema Wohnen könnte eine Beratungsmöglichkeit für Gemeinden und Privatpersonen geschaffen werden.

 

Ein besonderes Anliegen der Steuerungsgruppe ist die Einrichtung der Stelle eines hauptamtlichen Inklusionsbeauftragten. Angelika Feisthammel betonte ausdrücklich, dass damit der Bedeutung des Themas Rechnung getragen werden würde. Daneben ist aus Sicht der Steuerungsgruppe der Öffentlichkeitsarbeit und der damit verbundenen Bewusstseinsbildung verstärkt Aufmerksamkeit zu schenken, um das Thema Teilhabe in die Mitte der Gesellschaft zu transportieren.

 

In den Prozess der Teilhabeplanung Nürnberger Land waren Menschen mit und ohne Behinderung, professionelle Akteure aus der Behindertenarbeit ebenso wie Laien eingebunden. In ihrem Vortrag vor den Mitgliedern des Ausschusses für soziale Fragen betonte Anja Gruhl, dass der Prozess der Teilhabeplanung mit der Übergabe des Berichtes nicht abgeschlossen sei. Vielmehr werde es jetzt darauf ankommen, die Maßnahmenempfehlungen nach und nach umzusetzen und zu verstetigen.

Übergabe des Abschlussberichtes zur Teilhabeplanung an Landrat Armin Kroder (Foto: Andrea Gramlich)