23.02.2019
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Landkreis Nürnberger Land

01/17/19

Zweite Delegation Helfer und Einsatzkräfte nach Südbayern gestartet

NÜRNBERGER LAND (lra) – Heute Morgen um sechs Uhr verabschiedete Landrat Armin Kroder das zweite Hilfskontingent, das sich aus dem Landkreis nach Südbayern aufmacht, um mit den Menschen vor Ort gegen die Schneemassen anzukämpfen. Die 153 Frauen und Männer, alles Ehrenamtliche, lösen die 135 Helfer ab, die seit Montag in Berchtesgaden im Einsatz waren.

 

Donnerstagmorgen brachen in aller Frühe 153 Einsatzkräfte der Feuerwehren Altdorf, Behringersdorf, Burgthann, Feucht, Hartmannshof, Hersbruck, Hohenstadt, Lauf a. d. Pegnitz, Leinburg, Ludersheim, Moosbach, Oberferrieden, Pommelsbrunn, Röthenbach a. d. Pegnitz, Rüblanden, Rückersdorf, Rummelsberg, Schönberg, Schnaittach, Schwarzenbruck und Winkelhaid in einem Zug von 26 Fahrzeugen nach Berchtesgaden auf, um dort Schnee von weiterhin einsturzgefährdeten Dächern zu räumen. Landrat Armin Kroder verabschiedete die Freiwilligen am Gerätehaus Lauf und gab ihnen als Symbol der Wertschätzung Wärmekissen mit: „Ich danke Ihnen sehr für Ihren Einsatz, auch im Namen der Menschen, denen Sie zu Hilfe kommen. Ihr Engagement verdient Respekt und Anerkennung.“ Die Arbeit auf zugeschneiten Dächern ist nicht ungefährlich: Die Schneeräumer können nicht genau erkennen, wohin sie treten – möglicherweise auf ein Dachfenster, durch das sie durchbrechen könnten – und der Untergrund ist steil, nass und rutschig. Im ersten Hilfskontingent kam es zu leichten Verletzungen wie verstauchten Knöcheln, Sicherheitsleinen verhinderten Schlimmeres. Der Landrat hielt die Aufbrechenden deswegen zur Vorsicht an: „Bitte seien Sie bei dieser gefährlichen Arbeit sehr vorsichtig, damit Sie gesund und wohlbehalten wieder heimkommen.“ Der zweite Zug aus dem Landkreis machte sich gegen halb sieben in einer Kolonne von 1100 m Länge nach Süden auf und wird nach derzeitigem Stand am Sonntag zurückerwartet.

 

In Südbayern setzt der Schnee den Menschen immer noch zu: Durch die Schneelast besteht bei vielen Häusern weiterhin Einsturzgefahr, zumal jetzt, wo wegen des milderen Wetters Regen und erstes Tauen den Schnee nasser und dadurch noch schwerer machen. In mehreren Gemeinden herrscht noch der Katastrophenfall, Häuser und Ortschaften mussten wegen drohender Lawinen evakuiert werden. Wie viele andere Landkreise in Bayern entsandte auch das Nürnberger Land Hilfe, und zwar in Form von insgesamt knapp 300 Freiwilligen Feuerwehrleuten mit entsprechenden Fahrzeugen und Gerätschaften – dies sind mehr Einsatzkräfte und mit fast einer Woche Dauer mehr Einsatztage als bei den meisten anderen Landkreisen.

Landrat Armin Kroder bei der Verabschiedung des zweiten Hilfskontingents; (Foto: Jürgen Thoma)