20.08.2019
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Landkreis Nürnberger Land
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kreisarbeitsgemeinschaft Multiresistente Erreger im Nürnberger Land auf ihrer 11. Netzwerksitzung im Juli im großen Sitzungssaal des Landratsamts. Foto: Rolf List

NÜRNBERGER LAND (lra) – "Impfen bei Senioren" war das Thema des Vortrags von Dr. Eva Gottwald vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vor Zuhörern aus Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen am 3. Juli im Landratsamt in Lauf.

 

Gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphterie, Keuchhusten und Kinderlähmung (Polio) sollte man sich alle zehn Jahre impfen lassen, erläuterte Dr. Eva Gottwald. Keuchhusten – den man mehrmals im Leben bekommen kann – bleibt bei Erwachsenen oft unerkannt, weil die Symptome einem „normalen“ Erkältungs-Husten ähneln. Das ist vor allem für Säuglinge gefährlich, wenn Oma oder Opa sie anstecken. Auch gegen Pneumokokken (Lungenentzündung) und Grippe sollten sich gerade ältere Menschen impfen lassen. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass man an Grippe erkrankt bzw. mildert den Verlauf der Erkrankung.

 

Neu ist eine Impfempfehlung gegen Gürtelrose (das Herpes-Virus, das auch Windpocken verursacht). Dabei wird man innerhalb von zwei bis sechs Monaten zwei Mal mit abgetöteten Viren geimpft. Bei etwa zehn Prozent der Fälle kommt es zu harmlosen örtlichen oder grippeähnlichen Reaktionen auf die Impfung.

Empfehlenswert – gerade für Menschen, die sich viel im Freien aufhalten: die Impfung gegen FSME, die durch Zecken übertragen wird.

 

„Impfungen sind der best-verfügbare Schutz vor Erkrankung. Durch Impfungen schützen Senioren nicht nur sich selbst, sondern auch Menschen in ihrer Umgebung, zum Beispiel ihre Enkelkinder“, rief Dr. Eva Gottwald Seniorinnen und Senioren auf, sich impfen zu lassen.