20.08.2019
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Landkreis Nürnberger Land

07/24/19

Fahrradreparaturwerkstätten – aus eins mach drei

NÜRNBERGER LAND (lra) – In bereits drei Orten des Landkreises – in Lauf, Rummelsberg/Schwarzenbruck und Hersbruck – gibt es sie: soziale Fahrradwerkstätten oder auch Fahrradreparaturwerkstätten. Diese Initiativen, die von ehrenamtlich Engagierten getragen werden, reparieren Fahrräder bzw. helfen den Besitzern dabei, dies zu tun. Ziel ist es zum einen Hilfestellungen bei sonst nicht möglichen Reparaturen zu geben, zum anderen Fahrräder nicht einfach zu entsorgen, sondern – der Idee der Nachhaltigkeit folgend – diese wieder neu in Umlauf zu bringen.

 

So nehmen alle drei Werkstätten – nach Rücksprache –nicht mehr benötigte Alträder an, um sie gemeinsam zu reparieren und danach gegen eine Spende weiterzugeben. Dabei achten alle gleichermaßen darauf, keinem Fahrradladen oder -händler vor Ort Konkurrenz zu machen.

 

Auf Einladung des WinWin Freiwilligenzentrums trafen sich nun erstmals Vertreter aller drei Radwerkstätten zum Austausch in Hersbruck. Es wurde lebhaft diskutiert über Trägerschaft, Finanzierung, fachliches Know-how, Aktionen und Vernetzungsmöglichkeiten in den jeweiligen Orten und vieles mehr.

 

Das WinWin Freiwilligenzentrum mit Kerstin Stocker leitet im Landkreis das Projekt mit dem Titel „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“ rund um die Radwerkstätten. Mit finanzieller Hilfe dieses vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales unterstützen Projektes entstand vor vier Jahren die Fahrradwerkstatt bei SCHLAU e.V. in Lauf. Auch die Fahrradreparaturwerkstatt in Rummelsberg schlüpfte mit unter das Projektdach – und dieses Jahr startete schließlich das Soziale Radhaus in Hersbruck.

 

Ursprüngliche Projektidee und Projektziel ist es, Bürgerinnen und Bürger zu einem ehrenamtlichen Mittun zu animieren. Bestenfalls sollten hierbei Freiwillige aller Nationen verschiedenster sozialer Herkunft und soziale Randgruppen eingebunden werden. Dies gelingt allen drei Standorten erstaunlich gut, freut sich Kerstin Stocker, Leiterin des WinWin Freiwilligenzentrums. In den drei Reparaturwerkstätten wirken nämlich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund, mit und ohne Beeinträchtigungen sowie Freiwillige und Hauptamtliche von jung bis alt mit. Dadurch entstehen vielfältige Begegnungen, die sonst niemals stattgefunden hätten und die im Rahmen des Projekts weiter ausgebaut werden sollen.

 

Allen drei Projekten, die in Schwarzenbruck bei der Gemeinde, in Lauf bei SCHLAU e.V. und in Hersbruck bei der Diakonie angesiedelt sind, ist eines gemeinsam: Sie freuen sich über weitere ehrenamtliche Unterstützung. Und sie sind auch stets auf der Suche nach finanziellen Zuwendungen und Spenden. Denn nicht alles, was nötig ist, kann aus den Projektgeldern heraus finanziert werden, resümiert Stocker.

 

Wer Lust hat die Reparaturwerkstätten zu unterstützen, sei es mit Zeit oder Spenden, kann sich gerne direkt an sie oder an das WinWin Freiwilligenzentrum wenden, E-Mail: k.stocker@nuernberger-land.de oder Tel. 09123-950 6700.

 

Fahrradreparaturwerkstatt in Schwarzenbruck, Rummelsberg 75, Schwarzenbruck, geöffnet Montag und Freitag 14 bis 17 Uhr.

Fahrradreparaturwerkstatt bei SCHLAU e.V., Martin-Luther-Str. 15, Lauf, geöffnet Dienstag 15 bis 19, Donnerstag 12:30 bis 16:30 und Freitag 12:30 bis 15:30 Uhr.

Soziales Radhaus Hersbruck, Poststr. 2, Hersbruck, geöffnet Freitag 14 bis 16 und Samstag 10 bis 12 Uhr.

 

 

Die haupt- und ehrenamtlichen Vertreter der Radwerkstätten im Landkreis: H. Musall und Martin Staar (SCHLAU e.V., Lauf), Marco König (hauptamtlich Gemeinde Schwarzenbruck) und Hans Groß (Ehrenamtlicher, Schwarzenbruck), Kerstin Stocker (WinWin Freiwilligenzentrum), daneben die Vertreter aus dem Sozialen Radhaus Hersbruck: Melanie Ketterer (Diakonie), Dorothea Müller Pilipps Sohn (Ehrenamtliche), Björn Bracher (Diakonie) und Andy Roller (Ehrenamtlicher). Foto: Kerstin Stocker