19.11.2019
    Startseite        Suche        Seitenverzeichnis        Links        Kontakt    
Landkreis Nürnberger Land

11/08/19

Schnelles Internet: Ministerium stellt Schulen und Kommunen im Landkreis Geld zur Verfügung

Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (2.v.l.) übergibt im Beisein von Norbert Reh (1.v.l) Förderbescheide für den Ausbau der digitalen Infrastruktur an Erich Dannhäuser, 3. Bürgermeister von Röthenbach (Mitte), Volker Herzog (2.v.r.), Bürgermeister von Vorra, und Frank Pitterlein, Bürgermeister von Schnaittach. Foto: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat

NÜRNBERGER LAND (lra) – Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat treibt den Ausbau von Breitband- und Glasfaserleitungen für schnelles Internet voran. Anfang der Woche übergab Minister Albert Füracker Bescheide über die Geldsummen, die Kommunen und Einrichtungen wie Schulen als Förderung erhalten. Dieses Mal wurden aus dem Landkreis Velden, Vorra und Schnaittach sowie mehrere Schulen in Röthenbach bedacht. Der Stellvertretende Landrat Norbert Reh begleitete die Bürgermeister zur Übergabe nach Nürnberg.

 

„Der Ausbau von schnellem Internet läuft in Bayern auf Hochtouren. Acht Gemeinden aus Mittelfranken erhalten heute insgesamt rund 5,7 Millionen Euro Förderung. Damit haben bereits 1.782 Gemeinden, also über 86 Prozent aller bayerischen Kommunen, einen Förderbescheid erhalten“, erläuterte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Übergabe der Breitband-Förderbescheide an die Kommunen am Montag (4.11.) in Nürnberg. Schnelles Internet ist hier als mindestens 30 Mbit pro Sekunde definiert. Markt Schnaittach wird mit 735.834 Euro, die Stadt Velden mit 227.402 Euro und die Gemeinde Vorra mit 326.150 Euro gefördert. Wie genau die Kommunen das Geld einsetzen, entscheiden sie in Planungshoheit selbst. Gemeinsam mit dem Stellvertretenden Landrat Norbert Reh nahmen die Bürgermeister Volker Herzog aus Vorra, Frank Pitterlein aus Schnaittach und Erich Dannhäuser, 3. Bürgermeister Röthenbachs, die Förderbescheide vom Minister entgegen. Reh begrüßt die Förderung und die Initiative der Kommunen: „Schnelles Internet ist für die Kommunen im ländlichen Raum äußerst wichtig, um die Abwanderung von Betrieben und deren Mitarbeitern in den Großstadtbereich zu verhindern.“

 

Neben den Kommunen profitieren 41 Schulen in Mittelfranken mit insgesamt über 1,7 Millionen Euro von der bayerischen Richtlinie zur Förderung von Glasfaseranschlüssen und WLAN-Infrastruktur für öffentliche Schulen, Plankrankenhäuser und Rathäuser (GWLANR). Aus dem Landkreis sind dies dieses Mal Schulen aus Röthenbach: die Grundschule an der Seespitze, die Grundschule am Forstersberg, das Geschwister-Scholl-Gymnasium und die Geschwister-Scholl-Mittelschule sowie die Staatliche Realschule am Fränkischen Dünenweg.

 

Die Breitbandförderung sieht der Minister wie der Stellvertretende Landrat als entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums an. Schnelles Internet ist ein wichtiger Attraktivitätsfaktor als Wirtschaftsstandort und Wohnort. Rund 94 Prozent der bayerischen Haushalte haben inzwischen Zugang zu Verbindungen mit den genannten mindestens 30 Mbit pro Sekunde. In keinem anderen Bundesland wird mehr Glasfaser gebaut. Bei den aktuellen Projekten werden über 50.000 km Glasfaserleitungen verlegt und mehr als 764.000 Haushalte versorgt, vor allem im ländlichen Raum.

 

Bayernweit sind bereits 98 Prozent (2.018 von 2.056) aller Kommunen in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. Alle Kommunen wurden zum Förderverfahren beraten. Jede zweite Kommune nutzt das Verfahren mehrfach. Nach Abschluss der momentan laufenden Baumaßnahmen werden mindestens 99 Prozent der bayerischen Haushalte mit schnellem Internet versorgt sein. Ziel der aktuellen Förderprojekte ist, diese Flächendeckung weiter zu steigern und die Glasfaser noch weiter ins Land zu bringen, möglichst bis in die Gebäude (FTTB - Fiber to the building).

 

Die Gemeinden in Mittelfranken engagieren sich stark beim Breitbandausbau. Es befinden sich mit 206 Gemeinden 98 Prozent im Förderverfahren. 184 Kommunen wurde inzwischen eine Fördersumme von insgesamt über 92,32 Millionen Euro zugesagt. Ein Teil der Fördermittel von maximal rund 148 Millionen Euro für Mittelfranken ist aber noch offen. Der Minister appellierte, in den Ausbau der Internetinfrastruktur zu investieren und auch kleine Ortschaften anzuschließen.