19.02.2020
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Landkreis Nürnberger Land

12/05/19

Infotag über Beschäftigungsmöglichkeiten in der Pflegebranche

Die Organisatoren und mehrere Teilnehmer des Infotags für Beschäftigung in der Pflege. Foto: A. Kellner

NÜRNBERGER LAND (lra) – Zum zweiten Mal in diesem Jahr fand der Infotag für Beschäftigung in der Pflege statt, wo Interessenten sich umfassend über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufe in diesem Bereich informieren können. Die Pflegebranche bietet gute Einstiegsmöglichkeiten für Quereinsteiger, Menschen ohne Berufsabschluss oder Arbeitssuchende – Hauptsache, das Herz sitzt am richtigen Fleck.

 

Das Jobcenter Nürnberger Land und das Bündnis für Familie hatten zu dieser Veranstaltung ins Senioren- und Pflegezentrum Rupprechtstegen geladen. Dort bekamen die zahlreichen Besucher detaillierte Einblicke in den Pflegeberuf, lernten die verschiedenen Ausbildungen kennen und wurden informiert, inwiefern diese durch finanzielle Zuschüsse gefördert werden können. Nach einleitenden Grußworten von Annette Zimmermann, der Leiterin des Bündnisses für Familie, stellte Klaus Rudolf, der Beauftragte für Chancengleichzeit im Jobcenter Nürnberger Land, Fördermöglichkeiten für die Bezieher des Arbeitslosengeldes II bzw. Hartz IV vor. Das SGB II bietet eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten, um erste Berufserfahrungen in der Pflege sammeln zu können. Neben einem Praktikum kann das Jobcenter die einjährige Ausbildung zum Pflegefachhelfer oder sogar eine Umschulung zum Altenpfleger fördern. Aufgrund des Fachkräftemangels sind die Beschäftigungschancen im Pflegebereich sehr gut: Die Branche bietet sichere Arbeitsplätze direkt vor Ort. Auch die Verdienstmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren verbessert: In der Regel verdienen beispielsweise examinierte Altenpfleger, die in Bayern im öffentlichen Dienst oder bei einer kirchlichen Einrichtung arbeiten, zwischen 2600 und 3200 Euro brutto.

 

Katrin Ramcke von der Agentur für Arbeit bezog ihren Vortrag auf bereits beschäftigte Hilfskräfte in der Pflege. Im Rahmen des neuen Qualifizierungschancengesetzes können „geringqualifizierte“ Beschäftigte während eines laufenden Beschäftigungsverhältnisses zum Pflegefachhelfer oder Altenpfleger beziehungsweise zur Pflegefachkraft ausgebildet werden. Die Agentur für Arbeit zahlt dem Arbeitgeber einen Zuschuss, sodass der oder die Beschäftigte trotz der Ausbildung weiterhin ihr normales Gehalt erhält. Ziel des Qualifizierungschancengesetzes ist die Sicherung von Mitarbeitern in den Betrieben.

Die Leiterin des Senioren- und Pflegezentrums Rupprechtstegen, Christa Weiß, erläuterte anschließend ausführlich die vielfältigen Berufsfelder, die sich in ihrer Einrichtung finden, und veranschaulichte an Beispielen die vielen individuellen Arbeitszeitmodelle. Erich Böllner vom Sozialdienst warb leidenschaftlich für den Pflegeberuf, bei dem das Herz einfach am rechten Fleck sitzen muss. Abgerundet wurde der Pflegetag durch einen Rundgang durch das Senioren- und Pflegezentrum, damit die Teilnehmer ihr potenzielles neues Arbeitsfeld aus nächster Nähe kennenlernen konnten.