08.04.2020
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Landkreis Nürnberger Land

Ich habe Sorge, mich mit Corona angesteckt zu haben. Was soll ich tun?

Die erste wichtige Unterscheidung: Sind Sie krank oder sind Sie gesund?

 

Sie sind krank:

 

- Bleiben Sie zuhause und meiden Sie den Kontakt mit anderen Menschen. Halten Sie sich an die oben genannten Hygieneregeln. Rufen Sie Ihren Hausarzt an (gehen Sie bitte nicht persönlich in die Praxis, um nicht andere Menschen anzustecken) und schildern Sie ihm Ihre Situation. Er wird Sie krankschreiben, mit Ihnen das weitere Vorgehen besprechen und feststellen, ob das Risiko besteht, dass Sie sich mit Corona angesteckt haben, und Sie im gegeben Fall testen oder an eine Stelle verweisen, die testen kann.

 

- Das Risiko besteht dann, wenn Sie sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu einem offiziell bestätigten Corona-Patienten hatten. Ist dies nicht der Fall, ist es wahrscheinlich eine normale Erkältung.

 

- Seit 9. März müssen Sie bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege keine Arztpraxis mehr aufsuchen, sondern erhalten auch nach telefonischer Rücksprache mit Ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit. Der Arzt kann ein Attest für bis zu sieben Tage ausstellen und per Post zusenden. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten und sich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Diese Ausnahmeregelung gilt zunächst für vier Wochen und auch für Kinder.

 

Sie fühlen sich gesund, aber …

 

- … Sie hatten Kontakt zu einem durch einen ärztlichen Test bestätigten Corona-Patienten: Bleiben Sie zuhause, meiden Sie den Kontakt zu anderen Menschen und melden Sie sich bei Ihrem Gesundheitsamt, das mit Ihnen die weiteren Schritte besprechen und über einen Test entscheiden wird. Wenden Sie sich alternativ an das Bürgertelefon unter 09123 950 6299

 

- … Sie hatten Kontakt zu jemandem, der krank ist und bei dem das Risiko besteht, dass es Corona ist: Wer krank ist, muss sich an den Hausarzt wenden, der über das weitere Vorgehen und einen eventuellen Test entscheidet. Ist die Person wirklich an Corona erkrankt – siehe oben. Steht der Test noch aus: Theoretisch müssen Sie sich nicht besonders einschränken, solange Sie selbst gesund sind, denn vielleicht ist Ihre Kontaktperson nur normal erkältet. Verhalten Sie sich dennoch bitte verantwortungsbewusst, halten Sie die Hygieneregeln ein, meiden Sie Menschenmengen und den Kontakt zu älteren oder bereits anderweitig geschwächten Personen. Informieren Sie im Zweifelsfall auch Ihren Arbeitgeber.

 

- … Sie haben sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten. Für arbeitende Erwachsene gilt: Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über die Situation. Möglicherweise ist es diesem nicht recht, dass Sie zur Arbeit erscheinen. Generell können Sie nach medizinischer Einschätzung arbeiten gehen, solange Sie gesund sind.

 

- … Sie haben Angst, dass Sie andere Menschen anstecken könnten, obwohl Sie selbst sich gesund fühlen: Meiden Sie den Kontakt zu diesen Menschen und halten Sie sich alle zusammen streng an die Hygiene-Regeln (keine Berührungen, richtig Händewaschen, richtig Niesen etc., siehe oben).

 

Tatsächlich sind Menschen, die sich mit Corona angesteckt haben, schon zwei Tage vor Auftritt der ersten Krankheitserscheinungen für andere Menschen ansteckend. Überlegen Sie, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie auf diese Weise die Krankheit übertragen – waren Sie in einem Risikogebiet, hatten Sie Kontakt zu einem Corona-Fall (dann siehe oben) oder zu erkrankten Menschen, bei denen das Ergebnis des Tests noch aussteht? Wenn all das nicht zutrifft und Sie sich weiterhin gesund fühlen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Krankheit unwissentlich übertragen, gering.

 

Grundsätzlich sollten Sie oder Ihre Kinder, wenn Sie krank sind, z.B. Schnupfen, Husten, Fieber, Atemprobleme haben, zuhause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen meiden. Dies dient dem Schutz der Gesundheit aller Beteiligten.

 

Führungskräfte sollen auf grippeähnliche Symptome bei Mitarbeitenden achten und diese ggf. nach Hause schicken.