27.11.2021
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Landkreis Nürnberger Land

10/29/21

GesundheitsregionPlus: Aktiv in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention sowie Gesundheitsversorgung

NÜRNBERGER LAND (lra) – Die GesundheitsregionPlus Nürnberger Land ist – trotz des Pandemiemanagements – in den Arbeitsgruppen „Gesundheitsförderung und Prävention“ sowie „Gesundheitsversorgung“ aktiv. Daneben wurde bereits erfolgreich das Gesundheitsforum mit rund 45 relevanten regionalen Gesundheitsakteuren und Vertretern der Kommunalpolitik aufgebaut.

 

Obwohl die Pandemiebekämpfung in den letzten eineinhalb Jahren kaum Luft für andere Aktivitäten ließ, hat es die GesundheitsregionPlus geschafft, in den beiden Arbeitsgruppen (AG) Themen sowie kurzfristige und langfristige Ziele festzulegen: Die AG Gesundheitsversorgung setzte sich das Thema „Personalgewinnung im Gesundheitssektor“ als Vorsatz. Der Arbeitskreis ist dabei, eine Ausbildungstour als kurzfristiges Ziel sowie eine „Ferienakademie“ als langfristiges Ziel aufzubauen.

 

Darüber hinaus laufen im Bereich der Gesundheitsversorgung bereits zwei Projekte. Zum einen die Hebammenförderung: Dazu wurde eine Hebammenzentrale im Landkreis Nürnberger Land eingerichtet, die werdende Mütter und Familien bei der Suche nach einer passenden Hebamme unterstützt und die Hebammen in Hinsicht auf die Büroarbeit entlastet, indem künftig Termine über eine zentrale Stelle koordiniert werden. Interessierte erreichen die Hebammenzentrale telefonisch montags und mittwochs von 15.00 bis 17.00 Uhr unter der Nummer 0179 56 888 04 oder via Mail an info@hebammenzentrale-nbg-land.de.

 

Zum anderen wurde im Oktober 2020 der Ausbildungsverbund Pflege gegründet. In diesem Verbund arbeiten Pflegeschulen, Träger der praktischen Ausbildung und externe Einsatzstellen zusammen. Die Akteure haben inzwischen einen einheitlichen Kooperationsvertrag erarbeitet und mit den verschiedenen Partnern im Landkreis unterzeichnet. Insgesamt sind um die 50 Einrichtungen beteiligt. Dadurch können gemeinsame Ausbildungsstandards etabliert und gleichlautende Verträge für alle Auszubildenden im Verbund angeboten werden. So soll eine höhere Qualität der Ausbildung in Verbindung mit einem deutlich verringerten organisatorischen Aufwand für die Kooperationspartner geschaffen werden.

 

In der AG Gesundheitsförderung und Prävention wird das Thema „Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen“ bearbeitet. Hier ist der Aufbau des Projektes „Verrückt? Na und!“ in vollem Gange. Es soll die Stigmatisierung von seelischen Krisen und psychischen Erkrankungen reduzieren und Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen abbauen, die daran leiden. Zielgruppe sind Schüler*innen ab der 8. Klasse der Sekundarstufe I und II. Das Projekt soll Zuversicht vermitteln und aufzeigen, wie die Schulfamilie Krisen gemeinsam meistern und einen gesundheitsfördernden Umgang innerhalb der Gemeinschaft pflegen kann.

Es konnten bereits drei Fachexperten sowie zwei persönliche Experten für den Landkreis gewonnen werden. Nach abgeschlossener Schulung sollen Anfang 2022 die „Verrückt? Na und!-Schultage“ in den Schulen durchgeführt werden.

 

Des Weiteren soll ebenfalls Anfang nächsten Jahres eine Bedarfsanalyse in Auftrag gegeben werden, die die hohen Suizid-Zahlen im Landkreis im Gegensatz zu Vergleichslandkreisen aufschlüsseln soll. Ferner gilt es zu überprüfen, ob es einen möglichen Zusammenhang zwischen den Suiziden im Landkreis, den hohen psychischen Belastungen und dem hohen Drogen- und Alkoholkonsum gibt. Anschließend sollen auf Basis dieser Analyse bedarfsgerechte präventive Maßnahmen aufgebaut werden.

 

„Gesunde haben viele Wünsche, Kranke nur einen, wie man sagt. Das Gut Gesundheit kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Wir sind stolz und froh, so viele gute Projekte mit so vielen kompetenten Partnern für die Menschen in unserem Landkreis auf den Weg bringen zu können“, sagt Landrat Armin Kroder.